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Didgeridoo FAQ & Facts

Didgeridoo FAQ & Facts

Diese Seite soll Sie über Unterschiede und Eigenschaften von Didgeridoos informieren, u.a. konische Didgeridoos vs. zylindrische Instrumente, Didgeridoos für Einsteiger, Materialien, Didgeridoo-Mundstücke.

Es handelt sich hierbei um Orientierungshilfen und die "hauseigene" Didgeridoo Philosophie.

- schöner Klang: Klang ist subjektiv, was dem Einen gefällt gefällt dem Anderen noch lange nicht.....Didgeridoos klingen sehr unterschiedlich.

- Bell End: Schallaustrittsöffnung eines Didgeridoos; je höher das Didgeridoo Bell End ansetzt, desto höher wird bei gleicher Länge des Didgeridoos der Ton, auch das Klangspektrum ändert sich. Je größer das Didgeridoo Bellend, desto höher der Ton!

- Mundstück: Mundstück ist die obere Öffnung des Didgeridoos; je nach Größe der Öffnung kann ein Didgeridoo mit oder ohne speziellem Mundstück gespielt werden. Didgeridoo Mundstücke gibt es u.a. aus Wachs, Holz, Polypropylen, Silikon, Fimo. Material, Form und Größe hängen viel von den persönlichen Vorlieben des Spielers, der Spieltechnik und den Einsatzbedingungen ab.

- konisch: Das Didgeridoo ist unten weiter als oben, es verläuft in einer konischen Form ( Instrumente die eher gerade verlaufen und nur ein Bellend am Ende haben, bezeichne ich nicht so.) Ein konisches Didgeridoo hat in der Regel einen lauteren Klang und mehr Mitten- und Höhen-Anteile als ein zylindrisches. Der Stimmtransport ist häufig weniger gut ausgeprägt als bei geraden, dafür haben diese mehr Gegendruck, das Zirkularatmen fällt leichter, da die Luft länger reicht; oft lassen sich solche Instrumente leichter" tooten".

- zylindrisch: Didgeridoos mit relativ gleichbleibendem Querschnitt über die Länge. Solche Didges haben oft einen stark ausgeprägten Bassbereich, die Stimme wird sehr , gut wieder gegeben. Einige lassen sich nicht so einfach "tooten" oder sind gar nicht dafür gebaut (wie viele traditionelle Magos). Ob solche Didges mehr Luft brauchen, hängt vom inneren Querschnitt ab. 

- Material und Wandstärke: Der wirklich entscheidende Punkt für den Klang eines Didgeridoos ist die Geometrie der Luftsäule. Das bedeutet, dass bei gleicher Geometrie Didgeridoos aus verschiedenen Materialien sehr, sehr ähnlich klingen (wenn mit demselben Mundstück vom selben Spieler gespielt). Unterschieden ergeben sich hier im Wesentlichen durch die unterschiedlichen Oberflächenbeschaffenheit (Porosität) und Wandstärken. Letzteres führt hauptsächlich zu unterschiedlichem seitlichem Abstrahlverhalten. Allerdings verlangen Naturmaterialien je nach ihrer Faserstruktur verschiedene Wandstärken, um eine gewisse Rißresistenz zu gewährleisten. Hier ist Eukalyptus Teak und Mahagony sicher weit überlegen. Bambus ist per se extrem rißanfällig, da die Längsfasern nur eine geringe seitliche Bindung aufweisen - der Hauptgrund für mich, Instrumente aus Bambus nicht im Shop zu führen. Auch Teak ist sehr empfindlich, sodass ich mich dazu entschlossen habe, Teak nicht mehr anzubieten. 

- Toots: Überblasene Töne, "Trompetentöne", Overblows; durch mehr Lippenspannung entstehen diese Töne, häufig erleichtert durch Blasen nach unten ( z.B. ca. 45 Grad ) oder oben.

- Konzertklasse: Diese und weitere Klassifikationen gibt es überall im Internet...nicht beim mir im Onlineshop...warum? Was bedeutet das....für mich gar nichts, dies sind Bezeichnungen, die frei erfunden sind......Ein "Konzert Didgeridoo" sollte für mich einen sehr angenehmen, gut ausgewogenen Klang habe, ich sollte gerne damit spielen und es sollte so gut sein, das Zuhörer begeistert sind. 

Andere wollen vielleicht 2, 3 oder mehr Toots spielen und setzen Ihre Maßstäbe danach. Deswegen gibt es diese Didgeridoo Bezeichnungen nicht bei Positive Vibrations - Didgeridoo and More

- Einsteigerklasse: Ich kennzeichne Instrumente von denen ich denke, dass sie für Einsteiger gut geeignet sind:

Dazu zwei Typen von "Einsteigern": A) will es einfach mal probieren evtl. zu Hause spielen. B) will Didgeridoo spielen lernen und gleich ein hochwertiges Didgeridoo haben. Typ B bleibt dabei, spielt evtl. auch mit anderen oder tritt irgendwann sogar auf..

Einsteigerdidgeridoos sind für mich (Typ A) Bambus, Teak, Jackfruit und Mahagony. Diese sollen sich leicht anspielen lassen und nicht zu viel kosten. Qualitativ gesehen habe ich mich im Onlineshop ausschließlich für Mahagony-Didgeridoos sowie ein speziell von mir entworfenes Didgeridoo aus GFK entschieden, alle anderen vertreibe ich nicht mehr!

Für Typ B: Eukalyptus, Mahagony, heimisches Holz, hochwertige GFK-Instrumente (GFK = Glasfaserverstärkter Kunststsoff)

Auch hier gilt: Jeder Mensch ist anders, hat einen anderen (Lippen-) Ansatz und spielt anders.

Generell denke ich, dass Instrumente zwischen den Tonlagen C und E und einer Länge von ca. 125 bis 150 cm für Einsteiger gut geeignet sind.

- Tonlagen: Bei Einsteigerinstrumenten ist die Tonlage immer eine ca. Angabe!! Exakt gestimmte Instrumente gibt es bei heimischen Hölzern oder Eukalyptus Didgeridoos ab ca. 300€; Ausnahme ist wenn ein Ton genau angegeben ist! Auch highclass Instrumente, die beim Bau exakt gestimmt werden, verändern im Wechsel der Jahreszeiten, bei verschiedenen Temperaturen, Luftdrücken, Feuchtigkeiten ihren Ton. Holz ist ein lebendiges Material!!

- Travellerdidges und warum ich keine mehr verkaufe:

Alle Traveller sind letztenende gebogene Didges mit gutem Gegendruck und leichter Spielbarkeit haben aber immer 3 Nachteile;

1. Im Inneren sammelt sich Feuchtigkeit, die nicht so abtrocknen kann, wie bei einem "normalen" Didgeridoo

2. Durch die Verbindung oder Berührungspunkte der einzelnen Klangkanäle im Didgeridoo werden einzelne Frequenzen angehoben, andere ausgelöscht, Travellers werden nie das volle Klangspektrum haben, das gute Didgeridoos besitzen.

3. Das Bellend ist sehr nahe am Ohr und der Ton damit sehr laut, als Musiker sollte man sehr auf seine Ohren und Lautstärken achten!

 

Diese Didgeridoo FAQ Liste wird mit Euren Fragen und Anliegen weiter wachsen! Sie ist 100% subjektiv und zeigt lediglich meine Meinung, die sich allerdings auf viele Jahre des Spielens und Unterrichtens stützt.